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wfg.medPULS will die medizinische Versorgung auf dem Land verbessern

Wirtschaftsförderung des Kreises Soest erhält 200.000 € Bundesförderung

Wie kann die Digitalisierung die Gesundheitsversorgung auf dem Land verbessern? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein neues Förderprojekt der wfg Wirtschaftsförderung Kreis Soest GmbH. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogrammes Ländliche Entwicklung (BULE) vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit einer Summe von insgesamt 198.000 EUR gefördert. Das Projekt dauert drei Jahre und startet am 1. Januar 2019.

„Das wir trotz der hohen Konkurrenz Bundesfördermittel für den Kreis Soest bekommen, freut uns sehr. Stolz sind wir darauf, dass der Projektansatz unserer Wirtschaftsförderung als bestes Projekt bewertet wurde. Die Digitalisierung bietet ein großes Potenzial, auch für die medizinische Versorgung im Kreis“, betont Eva Irrgang, Landrätin des Kreises Soest.

Im Rahmen des Bundesprogrammes werden Pilotprojekte gefördert, die einen wichtigen Beitrag zur ländlichen Entwicklung leisten. Ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit von ländlichen Regionen, nicht nur in der Industrie und Wirtschaft, ist dabei die Digitalisierung.

Insbesondere in der ambulanten Versorgung haben digitale Technologien das Potenzial die medizinische Versorgung patientenorientierter zu gestalten und die Ärzte zu entlasten. Wie das im Kreis Soest funktionieren könnte, erprobt das Projekt wfg.medPULS der Wirtschaftsförderung des Kreises Soest.

Im Rahmen des Projektes soll die ambulante, ländliche Patientenversorgung durch die Erprobung von telemedizinischen Lösungen verbessert werden. Für dieses Ziel wird unteranderem ein digitaler Gesundheitstreffpunkt aufgebaut. Der digitale Gesundheitstreffpunkt umfasst zwei Bausteine: eine regelmäßige Videosprechstunde und ein E-Health-Kiosk. Diese sollen nicht nur der medizinischen Behandlung im engeren Sinne dienen, sondern auch und vor allem der Prävention, der Verlaufsbeobachtung und der Gesundheitsförderung. Die Nutzerinnen und Nutzer werden vor Ort durch eine medizinische Fachangestellte angeleitet und begleitet. „Die Menschen werden dadurch nicht alleine mit der Technik gelassen. Der persönliche Kontakt und Austausch zwischen Arzt und Patient bleibt weiterhin die Basis der medizinischen Versorgung. Wir erproben in dem Projekt eine Ergänzung und versuchen dadurch den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten. Wir werden die Ärzte im Kreis Soest eng in die Ausgestaltung und Umsetzung des Projektes einbeziehen“, erläutert Marcel Frischkorn, als Projektleiter der wfg auch für die Gewinnung von Hausärzten verantwortlich.

In dem Projekt wird zusätzlich eine Beratungs- und Kontaktstelle für die Vernetzung und persönliche Beratung von niedergelassenen Ärzten aufgebaut. Dieser „Digital-Lotse“ wird im Rahmen des Projekts niedergelassene und niederlassungsinteressierte Medizinerinnen und Mediziner beraten zum Thema: Wie lassen sich durch konkrete digitale Werkzeuge in der Arztpraxis die Arbeitsabläufe effizienter gestalten und eine bessere Work-Life-Balance für Ärztinnen und Ärzte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichen? Der Fokus soll zunächst auf hausärztliche Praxen gerichtet sein und kann bei guter Akzeptanz auf fachärztliche Praxen erweitert werden. Als unabhängige Stelle wird er die Eignung von Programmen, Online-Diensten und Apps evaluieren und diese Erkenntnisse den Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung stellen. Praxen und ärztliche Organisationen werden durch den Digital-Lotsen aktiv aufgesucht und über die Möglichkeiten der Digitalisierung informiert.

„Das Projekt ist ein weiterer Meilenstein in der erfolgreichen Arbeit der Wirtschaftsförderung zur Förderung des Gesundheitsstandortes des Kreises Soest“, bewerten Ulrich Häken Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderung und sein Stellvertreter Wilfried Jäger den Erfolg der Wirtschaftsförderung